Bahnrennen Bielefeld 2014

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Karsten Crazius hat wieder zum Rennen auf die Radrennbahn in Bielefeld eingeladen. Nachdem wir 2012 von einem Gewitter, genau "passend", von der Bahn gespült wurden und Karsten im letzten Jahr nicht die Zeit hatte, ein Rennen zu organisiern, konnten heute unsere Liegeradsportler zeigen wieviel Sonne sie verkraften. Es war wirklich eine Hitzeschlacht. Respekt all denen die dass eine Stunde ausgehalten haben. 

Große Überraschungen gab es beim Rennverlauf nicht. Erstaunlich war aber der Start von Matze (Matthias König). Vor 4 Wochen hatte er sich schwer, beim Judo, an der Schulter verletzt. Es hatten sich soviele Bänder und Sehnen gelöst, dass operiert werden musste. Ein gut 8cm lange Wunde mit noch nicht gezogenen Fäden zeugte von dem Vorfall. Die Anitbiotika, die zur Wundheilung nötig waren, waren abgesetz und Matze hatte die Freigabe vom Arzt, sofern er nicht mehr als 1kg mit dem linken Arm hob. Matze war guter Dinge.

Nach einigen Probe-/ Aufwärmrunden erfolgte der fliegende Start und Matze machte sich gleich auf und davon. Bernhard Böhler nahm ohne übermässige Eile die Verfolgung auf, was Edgar Teufel anscheinend nicht registrierte.

Als Bernhard zu Matze aufgeschlossen hatte, fuhren die beiden mindesten eine Klasse schneller als der Rest des Feldes. Nur Edgar konnte das Tempo halten, allerdings eine halbe Runde zurück, weil er den Windschatten von Bernhard verpasst hatte. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das nur klappen kann, wenn von den beiden Führenden keiner die Führung übernehmen will. Genau das Gegenteil war der Fall. Die beiden versuchten sich gegenseitig abzuschütteln, mit dem klar besseren Ende für Bernhard Böhler. Damit war es auch um, Edgar geschehen. Jetzt wurde auch er überundet. 

Die andern Fahrer versuchten derweil andere Fahrer im Feld ausfindig zu machen, die ungefähre ihrem Leistungsniveau entsprachen. So bildeten sich immer mal wieder andere Konstellationen mit mehreren Fahrern.

In Anbetracht der Gluthitze war es ziemlich beeindruckend mit wieviel Elan alle unterwegs waren. Keiner machte den Eindruck das Rennen nur irgendwie zu Ende bringen zu müssen. Jeder konnte dabei beobachten werden wie er versuchte mit höchster Anstrengung seine Position zu verbessern oder zumindest die Attacken der anderen zu kontern. Teilweise waren laute Kommandos innerhalb einer Gruppe zu hören, das Tempo doch zu erhöhen.

Insgesamt eine gelungene Veranstaltung, die Karsten mit dem nötigen Augenmaß für das Notwendige, mal wieder prima organisiert hat. Die Veranstaltung hat eigentlich eine größere Starterzahl verdient.

Rennbericht Bi14 von Markus Deiter

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Markus Deiter

Mit dem für mich "neuen" Tiller-M5 hatte ich bisher kaum mehr als 150km zurückgelegt, keine Tour ging länger als 45 Minuten und ein Tacho war auch keiner dran. Demnach wusste ich nicht so Recht, welches Tempo ich wie lange fahren kann. Beim Einfahren habe ich mich mit meinen Beinen auf 36-37 km/h geeinigt, das sollte eine Stunde lang gehen.

Außerdem wollte ich es erstmal locker angehen, unabhängig vom Renngeschehen mich erstmal zurück zuhalten. Hat natürlich nur zwei Runden lang funktioniert (waren das die beiden Einführungsrunden :whistle: ?), und so musste ich nach einigen Minuten erstmal den anderen großzügig den erfrischenden Platz im Fahrtwind überlassen :rolleyes:. Das ging soweit, das Christoph Stehversuche gestartet hat, um mich mal nach vorne zu zwingen.

Irgendwann habe ich einen guten Rythmus gefunden und bin meinen Stiefel durchgefahren. Da mir unmittelbar vor dem Start der Spiegel abgebrochen war, hatte ich keine Ahnung, ob sich jemand hinter mich gehängt hat. War mir auch egal, ich hatte jetzt schließlich lange genug Windschatten gelutscht.

Im letzten Drittel war dann noch genug Luft vorhanden, um immer mal wieder im Sog von Matze und Edgar ein paar Schnelle Runden zu fahren und/oder das rettende Heck des vor mir Fahrenden zu erreichen. Am Ende der Stunde hatte ich dann knapp 39km auf dem GPS-Tacho. Trotz Problemem mit dem Pedal (zu geringe Auslösehärte, bei Antritten bin ich links immer mal wieder rausgerutscht) und dem Trinkschlauch (ist nach einer Weile mal in die Speichen geraten, zum Glück hat es nur die Staubkappe abgerissen...) bin ich damit mehr als zufrieden.