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Quer durch Deutschland 2022

Alles in Bewegung

von Holger Seidel (Kommentare: 1)

der Lebenslauf eins Radsportlers

Alles in Bewegung

Bevor man nach vorne schaut, soll man ja immer wieder mal zurückschauen. Ich denke, dass in der Vergangenheit viele Anhaltspunkte für das heutige Verhalten zu finden sind, ohne auf therapeutische Spurensuche zu gehen. Nun also ein kleiner (sportlicher) Rückblick:

Bis zum Alter von 8 Jahren war alles normal. Auf dem Dorf spielte man Fußball, ich spielte Fußball, mein Vater war Trainer. Mehr muss man dazu nicht sagen. Aber was machen, wenn man sich prinzipiell in Mannschaften gut aufgehoben fühlt, aber da schon merkt, dass man dabei nicht immer glücklich ist. Als ich 9 Jahre war, kam ein Radsporttrainer in die Schule, um für den Radsport zu werben (vielleicht merkt man daran schon, dass ich im Teil der ehemaligen DDR groß wurde). Viele waren begeistert und so auch ich. Aber da gab es unterschiedliche Sichtweisen. Der Trainer sagte zu vielen Jungen, dass das gut passen könnte oder animierte sie sogar. Bei mir meinte er, dass ich „es auch mal versuchen kann“. Man muss dazu sagen, dass ich zur damaligen Zeit etwas pummelig war. Nun noch die Eltern überreden, welche die Idee schräg fanden und los ging es. Nach einem Jahr Training hatten alle anderen aus der Klasse schon wieder aufgehört und meine Kilos waren runter.

 

Was habe ich erfahren in den Jahren? Ein klassische Radsportausbildung mit allem Drum und Dran: Straße, Bahn, Querfeldein (heute Cyclo-Cross), Geschicklichkeitsfahren (ja, das gab es), Athletik, Laufen. Dann ging es Schlag auf Schlag, die Erfolge nahmen zu und ich spezialisierte mich immer mehr auf den Kurzeitbereich auf der Bahn (Sprint und 500 Meter Zeitfahren). Mit 13 dann auf das Sportinternat (die Kinder- und Jugendsportschule in Gera, später in Chemnitz). Und bis zur Wende ging das dann recht erfolgreich weiter. Die Wende dann ein jäher Bruch, denn „über Nacht“ war alles weg: ein Staat kollabierte, gewohnte Strukturen gab es nicht mehr, alles war im Fluss. Keine gute Zeit, um seine jugendliche Sportkarriere zu planen.

Also wieder zu Hause einziehen (müssen) und nach neuen Herausforderungen Ausschau halten. Was war besser als die aufkeimende MTB Szene? Auch hier bin ich alles gefahren, vom Cross-Country über erste Marathons, bis Downhill war alles dabei. Eine irre Zeit!

 

 

Dann kam auch hier ab Mitte der 90er eine starke Professionalisierung und für mich der Abschied sowie das Studium. Hier begann ich zu Laufen und mit dem Klettern und Bergsteigen. Dann waren viele Jahre Mittelgebirgsmarathons angesagt. Nebenher studierte ich und wir wurden gute Kletterer. Was mich aber nicht davon abgehalten hat, im Sommer große Radreisen zu unternehmen. Alpenüberquerungen mit Rucksack (60 Liter, 35 Kg), intensive Fahrten durch die östlichen Länder wie Polen, Tschechien, Estland, Lettland, Litauen, Ukraine u.a. Große Verbindungen haben mich schon damals sehr motiviert, und so ging es u.a. von meinem Heimatort bis nach Marokko. 3.500 Km über die Alpen und Pyrenäen mit vollem Gepäck in drei Wochen waren kein Pappenstiel.

Im Bereich Klettern und Hochtouren wurde es auch immer besser, da stehen viele große Berge auf der Liste. Als ich meinen ersten Job nach dem Studium kündigte, war da ein einmaliger Zeit Slot da: Ich fuhr mit dem Rad und Anhänger von Buenos Aires nach Feuerland und dann auf anderer Strecke wieder in den Norden von Argentinien und Chile. Einmal Patagonien mit allem bitte! Im Hänger war alles an Ausrüstung zum Bergsteigen, später ging es dann noch einen Monat in Patagonien Klettern.

Und wie passt Skifahren und Winter dazu? Egal! Aufgewachsen mit echten Wintern wurden mir schon früh Langlaufski unter die Füße geschnallt. So sollte es bleiben und später kam noch das Tourenskifahren dazu. Wenn es die Winter hergeben, bin ich auch heute im Winter noch viel auf zwei (mal schmalen, mal breiten) Latten unterwegs.  

Mit der Familie wurde das individuelle Radfahren weniger. Im Sommer waren Radtouren mit den Kindern an den Flüssen angesagt und so sind wir halb Deutschland abgeradelt und haben später die Berge zusammen unsicher gemacht. Aber Kinder werden älter und die persönlichen Freiräume wachsen wieder. Seit 2015 bin ich auf Langdistanzen unterwegs, 2017 dann bei den Brevets gelandet und ab Ende 2018 dann bei meinem ersten Velomobil, einem Milan SL. Auch hier ging es schnell: Jedes Jahr eine Brevetserie, Paris-Brest-Paris 2019, viele schöne und lange Touren und die Gewissheit, dass ich wieder in einer großartigen, kleinen Szene gelandet bin.

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Kommentare

Kommentar von Jörg Basler |

Spannender Lebenslauf 👍

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